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ejwvs
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#1
Report Thread starter 6 years ago
#1
Here are my notes on andorra for anyone studying A level German

Andorra summary
Character summary







[TD="colspan: 4"]Sprechende Rollen
[/TD]










































































[TD="colspan: 4"]Stumme Einzelrollen
[/TD]













Rollenbezeichnung
Name
Besonderes
Andri
Andri
ist, obwohl im Zentrum der Handlung, isoliert von den anderen Figuren. Laut Frisch ist er „kein Musterknabe. Er soll uns auch manchmal schockieren wie jeder andere Mensch.“[2]
Barblin
Barblin
die einzige, die sich bis zum Schluss für Andri einsetzt. Zur Unklarheit vieler Zuschauer über das Verhältnis zwischen Barblin und dem Soldaten äußerte sich Frisch, dies sei „bedauerlich“, aber „eine nebensächliche Unklarheit“, und er deutete die Regieanweisung zum sechsten Bild – „Barblin will schreien, aber der Mund wird ihr zugehalten“ – aus: „das kennzeichnet ihn als Vergewaltiger“.[3]
Der Lehrer
Can
Vater von Andri und Barblin.
Die Mutter
Frau des Lehrers und Mutter Barblins, versucht die Familie zusammenzuhalten.
Die Senora
Mutter Andris, eine „Schwarze“. Frisch nannte sie nachträglich „eine schwache Figur. […] Wichtig ist nicht die Senora sondern das Problem Andri-Andorra.“[2]
Der Pater
Benedikt
legt sein Geständnis nicht an der Zeugenschranke ab und gesteht als einziger seine Schuld ein; handelt zwar in guter Absicht, ist aber dennoch für Frisch „einer unter anderen. Er vertritt die Kirche, mag sein, aber die Kirche vertritt nicht uns, nicht für mich.“[2] Zwar schreibt er „den Juden“ (und mit ihnen Andri) positive Eigenschaften zu, legt aber damit ebenso wie die anderen Andorraner Andri auf eine bestimmte von Vorurteilen determinierte Rolle fest.
Der Soldat
Peider
„hat ein Aug“ auf Barblin und entspricht durch die spätere Vergewaltigung dem Vorurteil der Geilheit
Der Wirt
mutmaßlicher Mörder der Senora; er entspricht dem gegenüber Andri erhobenen Vorurteil der Geldgier
Der Tischler
Prader
besonders antisemitisch; entspricht ebenfalls dem Vorurteil der Geldgier
Der Geselle
Fedri
verrät Andris Freundschaft
Der Jemand
erscheint als ironischer, distanzierter Beobachter, der zwar weiter denkt als die anderen Andorraner, aber nicht ins Geschehen eingreift.
Der Doktor
Ferrer
besonders antisemitisch und patriotisch, versuchte vergebens, im Ausland Karriere zu machen und begründet seine Rückkehr nach Andorra scheinheilig mit seiner Liebe zum „Vaterland“. Er beschuldigt den Ehrgeiz der Juden, ihm die Stellen vor der Nase weggeschnappt zu haben und ist dabei selbst übertrieben ehrgeizig.
Der Idiot
übernimmt die Funktion des Narren, dient zur Betonung bestimmter Aussagen
Der Judenschauer
stellt ein „verfremdendes Element“ dar, er ist kein Typus wie die anderen Figuren, sondern das „Symbol für die Macht des Vorurteils und deren Institutionalisierung.“[4]


Scene summary
1. Bild
Während Barblin die Wände des Hauses streicht, macht der Soldat anzügliche Bemerkungen, die sie aber abblockt. Der Pater erscheint und lobt Barblin für ihren Fleiß. Dann kommt er auf ihren Vater, den Lehrer, zu sprechen und erzählt, das dieser betrunken sei und Gerüchte in die Welt setze. Der Pater beruhigt Barblin um ihre Sorge, das die Schwarzen Andorra überfallen. In der Pinte verhandelt der Lehrer mit dem Tischler über die Ausbildungspreise für seinen Sohn Andri. Der Lehrer gibt vor einen Pfahl zu sehen, der Wirt und Tischler sehen aber keinen. Der Tischler möchte den Preis für Andris Ausbildung nicht runtersetzen und geht. Der Wirt bietet Can an, ihm Land abzukaufen, dass er die Ausbildung bezahlen kann. Barblin macht ihrem Vater Vorwürfe, da er am Sankt Georgstag nicht trinken wollte. Der Wirt schmeißt den Soldaten aus der Pinte, der aber stellt Andri ein Bein. Beide haben eine große Auseinandersetzung. Danach fordert Andri Peider auf Barblin in Ruhe zu lasse
2. Bild
Barblin und Andri unterhalten sich vor ihrer Kammer über die Vorurteile, denen sich Andri ausgesetzt fühlt. Barblin gibt ihm den Rat, sich nicht immer damit auseinander zusetzen. Andri möchte dem Lehrer sagen, dass er und Barblin verlobt sind, kann aber den Mut nur schwer aufbringen. Andri möchte von Barblin wissen, was an ihm anders als bei den anderen ist. Zum Schluss kommen sie auf Peider zu sprechen und Andri warnt Barblin vor ihm.n.



3. Bild
In der Tischlerei spricht Andri mit einem Gesellen über die Fußballmannschaft. Fedri schlägt Andri den eintritt in die Mannschaft vor. Dann versucht er ein Bein von dem Stuhl auszureißen, den Andri gebaut hat. Es schafft es aber nicht weil Andri das Bein verzapft hat. Der Tischler tritt ein und nimmt sich einen Stuhl zur Probe. Als er diesem eine Bein ausreißt, sieht er seine Vermutung, dass Andri das Tischlern nicht im Blut hat, als bestätigt.
Er reagiert nicht auf Andris Einwände, dass er den falschen Stuhl geprüft hat. Als er dann den Stuhl prüft, den Andri gebaut hat und die Arbeit lobt, erscheint Fedri, der nicht zugibt, dass es Andris Arbeit ist. Andri beschuldigt den Tischler, die Wahrheit nicht hören zu wollen, weil er Vorurteile gegenüber ihm hat. Der Tischler bietet Andri an in den Verkauf zu gehen.
4. Bild
Andri wird zu Hause von einem Arzt untersucht der immer wieder seine Heimatliebe betont. Er erzählt, dass ihm alle Juden die Lehrstühle wegnehmen und er so mit seinen Titeln nichts anfangen kann. Der Doktor gibt Andri Tabletten, die er aber nicht nehmen will. Er erkundigt sich bei der Mutter über das Verhalten Andris und sie beichtet ihm, dass er Jude sei und ihr Pflegesohn. Als der Lehrer die Wohnung betritt, sagt der Doktor, dass er es nur als Spaß gemeint hätte, Juden aber bekanntlich keinen Spaß verstehen. Der Lehrer wirft den Doktor aus der Wohnung und rät Andri, auf das Geschwätz der Leute nichts zu geben und das Wort Jude nicht zu benutzen. Beim Essen bittet Andri vor der Mutter und dem Lehrer um die Barblins Hand. Der Lehrer lehnt die Bitte ohne Begründung ab. Barblin ist enttäuscht, läuft weg und droht sich umzubringen oder sich den Soldaten hinzugeben. Andri behauptet, dass er Barblin nicht heiraten darf, weil er ein Jude sei. Der Lehrer gibt weiterhin keine Begründung und beide gehen aus dem Haus.
5. Bild
Der Lehre erkennt, dass ihm die Lüge, Andri sei ein gerettetes Judenkind, nur in Schwierigkeiten bringt und Andri ihm unterstellt, das ihm seine Tochter zu gut für einen Juden sei.
6. Bild
Während Andri nachts vor Barblins Kammer schläft, geht der Soldat in das Zimmer und hält Barblin, die versucht zu schreien, den Mund zu. Andri verspricht Barblin auf sie aufzupassen und nicht mehr auf das Geschwätz der anderen zu hören. Er verspricht ihr auch zusammen mit ihr Andorra zu verlassen. Der Lehrer hat sich Mut angetrunken und versucht Andri begreiflich zu machen, dass er sein leiblicher Sohn ist. Andri aber beschimpft ihn und sagt, dass er enttäuscht von ihm sei, weil er glaubte das sein Vater nicht wie die Andorraner ist. Andri ekelt sich vor ihm und schickt mit der Begründung, dass er um sieben im Laden sein muss fort. Als der Lehrer gegangen ist, versucht Andri Barblins Tür zu öffnen. Die Tür öffnet sich und Peider steht mit offenem Gürtel und nacktem Oberkörper im Türrahmen, was darauf hindeutet, das er Barblin vergewaltigt hat. Er fordert Andri auf zu verschwinden.
7. Bild
Der Pater möchte sich auf Wunsch der Mutter mit Andri unterhalten. Er antwortet auf die Frage Andris, ob es stimme, dass er anders sei als die anderen, dass er ihn so mag wie er ist. Er findet es gut, dass Andri anders und intelligenter ist. Andri hingegen betont noch einmal, dass er nicht anders sein will. Der Pater spricht auch eine Unart aller Juden an er meint, dass Juden alles Schlechte was ihnen wiederfährt, darauf beziehen, dass sie Juden sind. Er rät Andri, das Judensein anzunehmen.
8. Bild
Die Gäste der Pinte reden über die Bedrohung der Schwarzen und bestätigen sich gegenseitig ihre patriotischen Neigungen. Der Wirt muss sich verteidigen, weil er einer Senora von außerhalb ein Zimmer vermietet. Der Doktor warnt den gesellen davor die Senora durch beschädigen des Reisegepäcks zu reizen, da das einen Angriff der Schwarzen rechtfertigen könnte. Als die Senora auftaucht verlassen die Gäste die Pinte. Peiders Provokationen rufen eine Schlägerei zwischen ihm und Andri hervor. Die Soldaten halten Andri fest, während Peider auf ihn einschlägt. Als die Senora erscheint, lassen sie von ihm ab und er führt sie zu seinem Vater. Der Doktor fordert den Wirt auf, über den Vorfall zu schweigen.
9. Bild
Andri und die Senora unterhalten sich. Sie erzählt ihm etwas aus ihrem Leben ohne ihm aber zu sagen, dass sie seine Mutter ist. Als der Lehrer und die Mutter dazukommen, fordert er Andri auf, die Senora zu begleiten, nicht aber über den Platz zu gehen. Der Lehrer sagt seiner Frau, dass der Pater Andri über seine wahre Herkunft aufklären soll, da er ihm nicht mehr glaubt. Der Pater wird aufgefordert, Andri zu erklären, dass er es annehmen soll ein Andorraner zu sein, so wie er ihm vorher erklärt hat anzunehmen das er ein Jude sei. Andri erhält von der Senora zum Abschied einen Ring als Geschenk und der Lehrer begleitet sie auf dem Rest ihres Wegs. Der Pater versucht Andri davon zu überzeugen, das er einAndorraner ist. Andri aber hat es angenommen ein Jude zu sein und nun sollen die Andorraner ihn als diesen akzeptieren. Als der Vater zurückkommt berichtet er, dass die Senora von einem Stein getötet wurde, den Andri angeblich geworfen haben soll.
10. Bild
Andri sitzt allein auf dem Platz von Andorra und hört eine Stimme flüstern. Andri antwortet mit der Begründung den Stein nicht geworfen zu haben, also auch keinen Grund habe sich zu verstecken. Der Lehrer sagt, dass die Schwarzen gekommen seien und Andri sich verstecken müsse. Er hat außerdem allen erzählt, dass Andri sein Sohn ist. Die Kapitulation derAndorraner wird öffentlich und Andri meint, dass sie nur noch einen Sündenbock bräuchten. Der Lehrer entschuldigt sich bei Andri dafür, dass er ihm nicht von Anfang an die Wahrheit gesagt hat und begründet es mit seiner Feigheit.
Die Soldaten nehmen dem Lehrer bei einem kurzen Kampf die Waffe ab, in der zeit verschwindet Andri.
11. Bild
Andri und Barblin begegnen sich vor der Kammer. Andri stellt Barblin zur Rede, er will wissen wie oft sie mit dem Soldaten geschlafen hat. Er unterstellt ihr freiwillig mit dem Soldaten geschlafen zu haben und merkt nicht, dass Barblin besorgt um ihn ist und ihn beschützen will. Er bittet Barblin mit ihm zu schlafen, sie aber möchte ihn verstecken, da das Haus umstellt wird. Andri versteckt sich in der Kammer als die Tür eingeschlagen wird. Peider kommt die Treppe hoch und erkundigt sich nach einem Juden, Barblin sagt, dass es keinen Juden gäbe. Peider geht zur Tür und Andri erscheint. Peider sagt, dass sich bei der Judenschau zeigen wird, ob Andri ein Jude ist oder Barblins Bruder.



12. Bild
Der Doktor möchte alle beruhigen und sagt das die wahren Andorraner nichts zu befürchten haben. Schwarze Tücher werden verteilt. Der Soldat erteilt Befehle zum Verhalten während der Judenschau. Die Andorraner gehen nacheinander am Judenschauer vorbei. Andri wird vom Judenschauer gemustert und die Mutter erklärt immer wieder das Andri kein Jude ist und den Stein nicht geworfen hat. Durch das Belegen von Vorurteilen belegt der Judenschauer die Identität Andris und lässt ihn abführen. Barblin weißelt das Haus ihres Vaters, diesmal mit kahlgeschorenem Kopf. Sie möchte Andris Eigentum vom Doktor und Soldaten zurückhaben und wissen, wo hin sie ihn gebracht haben. Barblin ist verwirrt und hofft auf die Wiederkehr Andris.
Themes of Andorra
 Macht von Vorurteilen: die Vorurteile der Menschen sind stärker als Andris tatsächliche Identität

Absurdität von Vorurteilen: Judenschau; angebliche Eigenschaften von Juden Suche nach einer Identität: Andri wird die Identität eines Juden von seiner Umgebung aufgedrängt

Parallelen zur Nazizeit: Judenverfolgung; Passivität vieler Menschen; Neutralität der Schweiz; Vorwort von Max Frisch

Schuld der Passiven: wer bei einem Verbrechen gleichgültig zusieht, macht sich durch diese Passivität ebenfalls schuldig

Bildnisverbot in der Bibel: »Du sollst dir kein Bildnis machen«; Max Frisch wendet das Bibelzitat auf die Menschen an
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Puddles the Monkey
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#2
Report 6 years ago
#2
Heya, I'm going to put this in the languages forum for you as you should get more responses there.

You should also check out the forum to see if there's any other threads there which might be helpful to you! http://www.thestudentroom.co.uk/forumdisplay.php?f=98
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CertaMors
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#3
Report 1 year ago
#3
(Original post by ejwvs)
Here are my notes on andorra for anyone studying A level German

Andorra summary
Character summary
































































































Rollenbezeichnung
Name
Besonderes
Sprechende Rollen
Andri
Andri
ist, obwohl im Zentrum der Handlung, isoliert von den anderen Figuren. Laut Frisch ist er „kein Musterknabe. Er soll uns auch manchmal schockieren wie jeder andere Mensch.“[2]
Barblin
Barblin
die einzige, die sich bis zum Schluss für Andri einsetzt. Zur Unklarheit vieler Zuschauer über das Verhältnis zwischen Barblin und dem Soldaten äußerte sich Frisch, dies sei „bedauerlich“, aber „eine nebensächliche Unklarheit“, und er deutete die Regieanweisung zum sechsten Bild – „Barblin will schreien, aber der Mund wird ihr zugehalten“ – aus: „das kennzeichnet ihn als Vergewaltiger“.[3]
Der Lehrer
Can
Vater von Andri und Barblin.
Die Mutter
Frau des Lehrers und Mutter Barblins, versucht die Familie zusammenzuhalten.
Die Senora
Mutter Andris, eine „Schwarze“. Frisch nannte sie nachträglich „eine schwache Figur. […] Wichtig ist nicht die Senora sondern das Problem Andri-Andorra.“[2]
Der Pater
Benedikt
legt sein Geständnis nicht an der Zeugenschranke ab und gesteht als einziger seine Schuld ein; handelt zwar in guter Absicht, ist aber dennoch für Frisch „einer unter anderen. Er vertritt die Kirche, mag sein, aber die Kirche vertritt nicht uns, nicht für mich.“[2] Zwar schreibt er „den Juden“ (und mit ihnen Andri) positive Eigenschaften zu, legt aber damit ebenso wie die anderen Andorraner Andri auf eine bestimmte von Vorurteilen determinierte Rolle fest.
Der Soldat
Peider
„hat ein Aug“ auf Barblin und entspricht durch die spätere Vergewaltigung dem Vorurteil der Geilheit
Der Wirt
mutmaßlicher Mörder der Senora; er entspricht dem gegenüber Andri erhobenen Vorurteil der Geldgier
Der Tischler
Prader
besonders antisemitisch; entspricht ebenfalls dem Vorurteil der Geldgier
Der Geselle
Fedri
verrät Andris Freundschaft
Der Jemand
erscheint als ironischer, distanzierter Beobachter, der zwar weiter denkt als die anderen Andorraner, aber nicht ins Geschehen eingreift.
Der Doktor
Ferrer
besonders antisemitisch und patriotisch, versuchte vergebens, im Ausland Karriere zu machen und begründet seine Rückkehr nach Andorra scheinheilig mit seiner Liebe zum „Vaterland“. Er beschuldigt den Ehrgeiz der Juden, ihm die Stellen vor der Nase weggeschnappt zu haben und ist dabei selbst übertrieben ehrgeizig.
Stumme Einzelrollen
Der Idiot
übernimmt die Funktion des Narren, dient zur Betonung bestimmter Aussagen
Der Judenschauer
stellt ein „verfremdendes Element“ dar, er ist kein Typus wie die anderen Figuren, sondern das „Symbol für die Macht des Vorurteils und deren Institutionalisierung.“[4]


Scene summary
1. Bild
Während Barblin die Wände des Hauses streicht, macht der Soldat anzügliche Bemerkungen, die sie aber abblockt. Der Pater erscheint und lobt Barblin für ihren Fleiß. Dann kommt er auf ihren Vater, den Lehrer, zu sprechen und erzählt, das dieser betrunken sei und Gerüchte in die Welt setze. Der Pater beruhigt Barblin um ihre Sorge, das die Schwarzen Andorra überfallen. In der Pinte verhandelt der Lehrer mit dem Tischler über die Ausbildungspreise für seinen Sohn Andri. Der Lehrer gibt vor einen Pfahl zu sehen, der Wirt und Tischler sehen aber keinen. Der Tischler möchte den Preis für Andris Ausbildung nicht runtersetzen und geht. Der Wirt bietet Can an, ihm Land abzukaufen, dass er die Ausbildung bezahlen kann. Barblin macht ihrem Vater Vorwürfe, da er am Sankt Georgstag nicht trinken wollte. Der Wirt schmeißt den Soldaten aus der Pinte, der aber stellt Andri ein Bein. Beide haben eine große Auseinandersetzung. Danach fordert Andri Peider auf Barblin in Ruhe zu lasse
2. Bild
Barblin und Andri unterhalten sich vor ihrer Kammer über die Vorurteile, denen sich Andri ausgesetzt fühlt. Barblin gibt ihm den Rat, sich nicht immer damit auseinander zusetzen. Andri möchte dem Lehrer sagen, dass er und Barblin verlobt sind, kann aber den Mut nur schwer aufbringen. Andri möchte von Barblin wissen, was an ihm anders als bei den anderen ist. Zum Schluss kommen sie auf Peider zu sprechen und Andri warnt Barblin vor ihm.n.



3. Bild
In der Tischlerei spricht Andri mit einem Gesellen über die Fußballmannschaft. Fedri schlägt Andri den eintritt in die Mannschaft vor. Dann versucht er ein Bein von dem Stuhl auszureißen, den Andri gebaut hat. Es schafft es aber nicht weil Andri das Bein verzapft hat. Der Tischler tritt ein und nimmt sich einen Stuhl zur Probe. Als er diesem eine Bein ausreißt, sieht er seine Vermutung, dass Andri das Tischlern nicht im Blut hat, als bestätigt.
Er reagiert nicht auf Andris Einwände, dass er den falschen Stuhl geprüft hat. Als er dann den Stuhl prüft, den Andri gebaut hat und die Arbeit lobt, erscheint Fedri, der nicht zugibt, dass es Andris Arbeit ist. Andri beschuldigt den Tischler, die Wahrheit nicht hören zu wollen, weil er Vorurteile gegenüber ihm hat. Der Tischler bietet Andri an in den Verkauf zu gehen.
4. Bild
Andri wird zu Hause von einem Arzt untersucht der immer wieder seine Heimatliebe betont. Er erzählt, dass ihm alle Juden die Lehrstühle wegnehmen und er so mit seinen Titeln nichts anfangen kann. Der Doktor gibt Andri Tabletten, die er aber nicht nehmen will. Er erkundigt sich bei der Mutter über das Verhalten Andris und sie beichtet ihm, dass er Jude sei und ihr Pflegesohn. Als der Lehrer die Wohnung betritt, sagt der Doktor, dass er es nur als Spaß gemeint hätte, Juden aber bekanntlich keinen Spaß verstehen. Der Lehrer wirft den Doktor aus der Wohnung und rät Andri, auf das Geschwätz der Leute nichts zu geben und das Wort Jude nicht zu benutzen. Beim Essen bittet Andri vor der Mutter und dem Lehrer um die Barblins Hand. Der Lehrer lehnt die Bitte ohne Begründung ab. Barblin ist enttäuscht, läuft weg und droht sich umzubringen oder sich den Soldaten hinzugeben. Andri behauptet, dass er Barblin nicht heiraten darf, weil er ein Jude sei. Der Lehrer gibt weiterhin keine Begründung und beide gehen aus dem Haus.
5. Bild
Der Lehre erkennt, dass ihm die Lüge, Andri sei ein gerettetes Judenkind, nur in Schwierigkeiten bringt und Andri ihm unterstellt, das ihm seine Tochter zu gut für einen Juden sei.
6. Bild
Während Andri nachts vor Barblins Kammer schläft, geht der Soldat in das Zimmer und hält Barblin, die versucht zu schreien, den Mund zu. Andri verspricht Barblin auf sie aufzupassen und nicht mehr auf das Geschwätz der anderen zu hören. Er verspricht ihr auch zusammen mit ihr Andorra zu verlassen. Der Lehrer hat sich Mut angetrunken und versucht Andri begreiflich zu machen, dass er sein leiblicher Sohn ist. Andri aber beschimpft ihn und sagt, dass er enttäuscht von ihm sei, weil er glaubte das sein Vater nicht wie die Andorraner ist. Andri ekelt sich vor ihm und schickt mit der Begründung, dass er um sieben im Laden sein muss fort. Als der Lehrer gegangen ist, versucht Andri Barblins Tür zu öffnen. Die Tür öffnet sich und Peider steht mit offenem Gürtel und nacktem Oberkörper im Türrahmen, was darauf hindeutet, das er Barblin vergewaltigt hat. Er fordert Andri auf zu verschwinden.
7. Bild
Der Pater möchte sich auf Wunsch der Mutter mit Andri unterhalten. Er antwortet auf die Frage Andris, ob es stimme, dass er anders sei als die anderen, dass er ihn so mag wie er ist. Er findet es gut, dass Andri anders und intelligenter ist. Andri hingegen betont noch einmal, dass er nicht anders sein will. Der Pater spricht auch eine Unart aller Juden an er meint, dass Juden alles Schlechte was ihnen wiederfährt, darauf beziehen, dass sie Juden sind. Er rät Andri, das Judensein anzunehmen.
8. Bild
Die Gäste der Pinte reden über die Bedrohung der Schwarzen und bestätigen sich gegenseitig ihre patriotischen Neigungen. Der Wirt muss sich verteidigen, weil er einer Senora von außerhalb ein Zimmer vermietet. Der Doktor warnt den gesellen davor die Senora durch beschädigen des Reisegepäcks zu reizen, da das einen Angriff der Schwarzen rechtfertigen könnte. Als die Senora auftaucht verlassen die Gäste die Pinte. Peiders Provokationen rufen eine Schlägerei zwischen ihm und Andri hervor. Die Soldaten halten Andri fest, während Peider auf ihn einschlägt. Als die Senora erscheint, lassen sie von ihm ab und er führt sie zu seinem Vater. Der Doktor fordert den Wirt auf, über den Vorfall zu schweigen.
9. Bild
Andri und die Senora unterhalten sich. Sie erzählt ihm etwas aus ihrem Leben ohne ihm aber zu sagen, dass sie seine Mutter ist. Als der Lehrer und die Mutter dazukommen, fordert er Andri auf, die Senora zu begleiten, nicht aber über den Platz zu gehen. Der Lehrer sagt seiner Frau, dass der Pater Andri über seine wahre Herkunft aufklären soll, da er ihm nicht mehr glaubt. Der Pater wird aufgefordert, Andri zu erklären, dass er es annehmen soll ein Andorraner zu sein, so wie er ihm vorher erklärt hat anzunehmen das er ein Jude sei. Andri erhält von der Senora zum Abschied einen Ring als Geschenk und der Lehrer begleitet sie auf dem Rest ihres Wegs. Der Pater versucht Andri davon zu überzeugen, das er einAndorraner ist. Andri aber hat es angenommen ein Jude zu sein und nun sollen die Andorraner ihn als diesen akzeptieren. Als der Vater zurückkommt berichtet er, dass die Senora von einem Stein getötet wurde, den Andri angeblich geworfen haben soll.
10. Bild
Andri sitzt allein auf dem Platz von Andorra und hört eine Stimme flüstern. Andri antwortet mit der Begründung den Stein nicht geworfen zu haben, also auch keinen Grund habe sich zu verstecken. Der Lehrer sagt, dass die Schwarzen gekommen seien und Andri sich verstecken müsse. Er hat außerdem allen erzählt, dass Andri sein Sohn ist. Die Kapitulation derAndorraner wird öffentlich und Andri meint, dass sie nur noch einen Sündenbock bräuchten. Der Lehrer entschuldigt sich bei Andri dafür, dass er ihm nicht von Anfang an die Wahrheit gesagt hat und begründet es mit seiner Feigheit.
Die Soldaten nehmen dem Lehrer bei einem kurzen Kampf die Waffe ab, in der zeit verschwindet Andri.
11. Bild
Andri und Barblin begegnen sich vor der Kammer. Andri stellt Barblin zur Rede, er will wissen wie oft sie mit dem Soldaten geschlafen hat. Er unterstellt ihr freiwillig mit dem Soldaten geschlafen zu haben und merkt nicht, dass Barblin besorgt um ihn ist und ihn beschützen will. Er bittet Barblin mit ihm zu schlafen, sie aber möchte ihn verstecken, da das Haus umstellt wird. Andri versteckt sich in der Kammer als die Tür eingeschlagen wird. Peider kommt die Treppe hoch und erkundigt sich nach einem Juden, Barblin sagt, dass es keinen Juden gäbe. Peider geht zur Tür und Andri erscheint. Peider sagt, dass sich bei der Judenschau zeigen wird, ob Andri ein Jude ist oder Barblins Bruder.



12. Bild
Der Doktor möchte alle beruhigen und sagt das die wahren Andorraner nichts zu befürchten haben. Schwarze Tücher werden verteilt. Der Soldat erteilt Befehle zum Verhalten während der Judenschau. Die Andorraner gehen nacheinander am Judenschauer vorbei. Andri wird vom Judenschauer gemustert und die Mutter erklärt immer wieder das Andri kein Jude ist und den Stein nicht geworfen hat. Durch das Belegen von Vorurteilen belegt der Judenschauer die Identität Andris und lässt ihn abführen. Barblin weißelt das Haus ihres Vaters, diesmal mit kahlgeschorenem Kopf. Sie möchte Andris Eigentum vom Doktor und Soldaten zurückhaben und wissen, wo hin sie ihn gebracht haben. Barblin ist verwirrt und hofft auf die Wiederkehr Andris.
Themes of Andorra
 Macht von Vorurteilen: die Vorurteile der Menschen sind stärker als Andris tatsächliche Identität

Absurdität von Vorurteilen: Judenschau; angebliche Eigenschaften von Juden Suche nach einer Identität: Andri wird die Identität eines Juden von seiner Umgebung aufgedrängt

Parallelen zur Nazizeit: Judenverfolgung; Passivität vieler Menschen; Neutralität der Schweiz; Vorwort von Max Frisch

Schuld der Passiven: wer bei einem Verbrechen gleichgültig zusieht, macht sich durch diese Passivität ebenfalls schuldig

Bildnisverbot in der Bibel: »Du sollst dir kein Bildnis machen«; Max Frisch wendet das Bibelzitat auf die Menschen an
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